Wasserwechsel

Teilwasserwechsel

Zweck eines Teilwasserwechsels ist die Entnahme bzw. Verdünnung von unerwünschten Inhaltsstoffen. Ein normaler Gartenteich - zumindest solche mit Fischbesatz - ist in der Regel zu klein, um sich selbst im biologischen Gleichgewicht zu halten. Durch die ständige Einbringung organischer Abfallstoffe (Blätter, Pollen, abgestorbene Pflanzen, Exkremente von Vögeln, Fröschen, Fischen usw.) und die Endergebisse der Zersetzungsprozesse findet eine ständige Anreicherung mit unerwünschten Stoffen statt. Um eine zu hohe Konzentration zu vermeiden, entnimmt man dem Teich ca. 1/4 bis 1/3 seines Wassers. Dieses kann man z.B. zum Gießen der Blumen, des Rasens oder von Bäumen verwenden. Anschließend füllt man wieder bis zum normalen Pegelstand mit Brunnen-, Regen- oder Trinkwasser auf. Dies kann man (bei Bedarf) z.B. alle 1 bis 2 Monate machen. Diese Maßnahme sollten Sie möglichst im Pflegekalender vermerken.

Eine andere Möglichkeit ist z.B. der ständige Teilwasserwechsel durch Entnahme von Teichwasser zum Gießen der Gartenpflanzen mit der Gießkanne/(Schmutzwasser-)Tauchpumpe und sofortigem Auffüllen der entnommenen Wassermenge mit Frischwasser. Das macht aber nur Sinn, wenn die entnommene Wassermenge, der Garten und der Wasserbedarf der Gartenpflanzen auch groß genug sind.

Über das „wie“ finden sich vielfältige Ansichten und Meinungen. Wählen Sie Ihre eigene und für die Umgebungsbedingungen passende Methode.

Das dem Teich neu zugeführte Wasser sollte ab und an auf seine Härte und ein paar andere Inhaltsstoffe (Nitrit, Nitrat, Eisen usw.) geprüft werden. Oft geben aber auch die lokalen Wasserversorger (z.B. das RWW) Auskunft über die Basiswerte, welche bei einer Selbstmessung als Vergleich herangezogen werden können.

Die Häufigkeit und der Umfang des Teilwasserwechsels hängt von verschiedenen Faktoren wie z.B. Art und Anzahl des Fischbesatzes, Art und Güte des Filters und den Wasserwerten ab. Ein Wasserwechsel sollte nach Möglichkeit nicht gleichzeitig oder zeitnah zu einer Filterreinigung durchgeführt werden, da die Nitrifizierung dadurch zu stark beeinträchtigt wird. Ein Abstand von 14 Tagen zwischen beiden teichpflegerischen Maßnahmen sollte mindestens eingehalten werden.

Vollwasserwechsel

Ein Vollwasserwechsel wird nur in bestimmten Ausnahmefällen vorgenommen. Vorher sollte man alle Fische entnehmen und in dafür geeigneten Behältnissen zwischenhältern.
Ausnahmefälle können sein:

  • Das Teichwasser ist “eutrophiert“ (gekippt) durch Überdüngung (also trüb, stinkt und hat völlig daneben liegende Wasserwerte, kaum noch Sauerstoff (Fische schnappen nach Luft), rasantes Algenwachstum)
  • Reparatur der Teichfolie
  • Umgestaltung / Vergrößerung der Teichanlage
  • Grundreinigung bei altem oder versumpftem Teich

Solange man den Vollwasserwechsel nicht wegen Eutrophierung vornimmt, sollte man möglichst viel von dem vorhandenen Teichwasser aufbewahren um dieses wieder zu verwenden. Damit erspart man den Fischen einiges an Stress beim Wiedereinsetzen in den Teich und gelangt relativ zügig zu halbwegs stabilen Verhältnissen im „Lebensraum Gartenteich“.

start/glossar/teilwasserwechsel.txt · Zuletzt geändert: 2013/05/29 10:12 von system1
Der Inhalt dieser Seite unterliegt der Creativ Commons License by-nc-sa 2.0, soweit nicht im Einzelfall anders bestimmt.
Creative Commons License Valid CSS Driven by DokuWiki Recent changes RSS feed Valid XHTML 1.0